GreedFall The Dying World – Ein Blick hinter die Kulissen mit Neil Newbon

GreedFall: The Dying World – Ein Blick hinter die Kulissen mit Neil Newbon

NACON und das Spiders Studio haben ein neues Behind-the-Scenes-Video veröffentlicht, das spannende Einblicke in die Entwicklung des narrativen Rollenspiels GreedFall: The Dying World gewährt. Im Fokus steht dabei niemand Geringerer als Neil Newbon, bekannt für seine vielfach gefeierte Rolle als Astarion in Baldur’s Gate 3. In GreedFall: The Dying World leiht er dem Hauptantagonisten Kurnaz seine Stimme – einer Figur, die komplexer kaum sein könnte.

Das Video gibt es hier zu sehen: Youtube

Das Spiel befindet sich aktuell im Early Access auf Steam. Die finale Version erscheint am 10. März 2026 für PC sowie am 12. März 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S.

Die Stimme eines komplexen Gegenspielers

Kurnaz ist kein klassischer Bösewicht. Er ist kalt, charismatisch, hochintelligent – und ein meisterhafter Manipulator. Aus einfachen Verhältnissen stammend, treibt ihn ein ausgeprägter Napoleon-Komplex an, der ihn fest an seine eigene Überlegenheit glauben lässt. Seine größte Stärke jedoch ist seine unerschütterliche Entschlossenheit: Wer sich ihm in den Weg stellt, wird gnadenlos beseitigt.

Neil Newbon beschreibt den Reiz dieser Figur so:

„Ich denke, dass es den Spieler*innen ein enormes Erfolgserlebnis verschaffen wird, sich einem so rätselhaften Gegner zu stellen und ihn zu besiegen, denn er übt unerbittliche Kontrolle aus und stellt die ultimative Bedrohung für die Freiheit dar.“

Um Kurnaz die nötige Tiefe zu verleihen, arbeitete Newbon eng mit Damien Goodwin, dem Performance Director am Set, zusammen. Gemeinsam entschieden sie sich für einen kultivierten Akzent, der jedoch gelegentlich Kurnaz’ Herkunft durchscheinen lässt. Als stimmliche Inspiration diente unter anderem Jason Isaacs – bekannt als Lucius Malfoy in Harry Potter oder Timothy Ratliff in The White Lotus.

Besonders wichtig war Newbon dabei eines: Kurnaz sollte kein karikierter Schurke werden.

„Auch wenn die Figur der Hauptgegner im Spiel ist, war es mir wichtig, ihn nicht als karikierten ‚Bösewicht‘ darzustellen. Ich bin nicht hier, um über ihn zu urteilen, sondern um seine Geschichte zu erzählen.“

Die Herausforderung, jemand völlig anderes zu sein

Neil Newbon betont, dass er und Kurnaz kaum Gemeinsamkeiten haben – mit einer Ausnahme: Entschlossenheit. Diese Eigenschaft helfe ihm, sich voll auf seine Rollen einzulassen.

Gerade die Unterschiede zwischen Schauspieler und Figur machen für ihn den besonderen Reiz aus:

„Ich finde jedoch, dass es für Schauspieler*innen eine spannende Herausforderung ist, eine Figur zu spielen, die sich sehr von ihnen selbst unterscheidet, weil man dadurch gezwungen ist, die Figur besser zu verstehen und eine übertrieben karikaturistische Darstellung zu vermeiden.“

Eine überraschende Nebenrolle: Ingo

Neben dem finsteren Kurnaz spricht Neil Newbon noch eine zweite Figur: Ingo – das genaue Gegenteil des Hauptantagonisten. Ingo erinnert an den Falstaff-Archetypen aus Shakespeares Werken: ein wenig feige, opportunistisch, aber charmant und humorvoll.

Für Newbon ist es ein besonderes Vergnügen, innerhalb derselben Produktion sowohl eine zentrale als auch eine Nebenrolle zu übernehmen. Das ermögliche ihm, kreativer zu arbeiten und neue Perspektiven einzunehmen.

Als stimmliche Vorbilder für Ingo nennt er eine ebenso illustre Mischung:

„Unsere Vorbilder für seine Stimme waren eine Mischung aus Peter Ustinov, Sir Ian McKellen und Sir Patrick Stewart. Wir hatten viel Spaß mit dieser Figur, und ich bin gespannt, ob die Spieler*innen meine Stimme sofort erkennen, wenn sie Ingo begegnen!“

Rückkehr in eine düstere, zerrissene Welt

GreedFall: The Dying World spielt drei Jahre vor den Ereignissen des ersten Teils. Spieler*innen übernehmen diesmal die Rolle eines Einheimischen aus Teer Fradee, der gewaltsam von seiner Heimatinsel vertrieben und auf den Kontinent Gacane gebracht wird – die Heimat der Renaigsa („Fremde“ in der Sprache Yecht Fradí).

In einer von politischen Intrigen, Fraktionskämpfen und der verheerenden Malichor-Seuche geplagten Welt müssen die Spieler*innen ihre Freiheit zurückerlangen und ihr eigenes Schicksal formen. Ob durch Diplomatie, List oder Kampf: Jede Entscheidung zählt. Gemeinsam mit neuen Verbündeten gilt es, die dunklen Machenschaften aufzudecken, die sowohl den Kontinent als auch Teer Fradee bedrohen.

Release-Übersicht

  • Early Access: Jetzt auf Steam
  • PC (Finale Version): 10. März 2026
  • PlayStation 5 & Xbox Series X|S: 12. März 2026

Mit seinem starken Fokus auf Narrative, komplexe Charaktere und moralische Grauzonen verspricht GreedFall: The Dying World schon jetzt, ein würdiger und mutiger Schritt innerhalb des GreedFall-Universums zu werden.

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